Stress und assoziierte Erkrankungen sind ein bekanntes und umgangssprachlich bereits stark strapaziertes Thema. Wie stark dieser Faktor aber in der Realität ist, wird unterschätzt. Eine rezente Arbeit aus dem renommierten British Medical Journal konnte eine isolierte Risikoerhöhung von 94% aufzeigen (RR 1,94). Stress als isolierter Risikofaktor kann somit mit Rauchen fast gleichgestellt werden (RR 2,50). Mechanismen, wie Stress in Krankheitsprozesse eingreift, werden intensiv erforscht. Hierbei zeigt sich vor allem eine Beeinflussung des Immunsystems als Mediator von Entzündungsprozessen. Wie eine Studie im Nature ebenfalls zeigen konnte, werden diese Entzündungsprozesse im Körper vom Gehirn bemerkt und haben Folgereaktionen. Im Hypothalamus, einer Region des Gehirns, werden Entzündungsstoffe erkannt und auf diese mit der Freilassung von verschiedenen Geschlechts-und Wachstumshormonen reagiert. Je mehr Entzündung, desto weniger Hormonproduktion. 


Dies könnte relevante Konsequenzen für verschiedene Organsysteme haben und bei Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine grosse Rolle spielen.


 

 





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