Public Health beschäftigt sich als Fachgebiet mit der Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit. Epidemiologie, Prävention, Sozialmedizin, Gesundheitsförderung, Gesundheitsystemforschung und Versorgunsgforschung gehören hierbei zu den bekannten Subdisziplinen. Diese bevölkerungszentrierte  Perspektive hat eine immense Wichtigkeit für die Arbeit eines Arztes, da hierbei sowohl die Einzelperson als auch die Population, in der sich die Einzelperson aufhält, berücksichtig wird. Gesundheit und Krankheit werden somit nicht nur als Einzelphänomen betrachtet, sondern auch als ein Produkt des bio-psycho-öko-sozialen Umfeldes des Menschens. Forschungsergebnisse aus dem Public Health Bereich finden im medizinischen Alltag bisher wenig Beachtung, obwohl zum Beispiel soziale Determinanten als extrem starke Einflussfaktoren auf Lebensqualität und Sterblichkeit gelten: mangelnde Sozialkontakte verdoppelten beinahe die Sterblichkeitsrate (relatives Risiko, RR = 1,90), ebenso zeigt sich Arbeitslosigkeit als Risikofaktor für Sterblichkeit (RR 1,60). Im Vergleich dazu erhöht  Zigarettenkonsum das RR um 150% (RR 2,50). Diese Ergebnisse zeigen die immensen Einflüsse sozialer Hintergründe auf Gesundheit und Krankheit. 



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